Wimbledon 2013

Das NETZ-DUELL – Folge 18

Lecker Schokopudding…

Chris: Steph, haste gehört? Dem DTB fehlen 280.000… Steph: Mitglieder? Chris: Nee, Mitglieder fehlen dem DTB unterdessen eine Million. Ulrich Klaus hat dieser Tage festgestellt, dass der DTB 280.000 Euro Unterdeckung hat. Steph: Ulrich wer? Chris: Klaus. Der neue Präses! Steph: Sorry. Muss mich an diesen Namen erst noch gewöhnen. Eine Unterdeckung von 280.000? Wie kann das sein? Hatte der ausgeschiedene Doktor nicht im November noch voller Stolz eine schwarze Null und Schuldenfreiheit verkündet? Chris: Hatte ich auch so im Ohr. Klaus bezeichnet dieses Thema als die aktuell größte Baustelle. 280.000 Piepen sind ja auch kein Pappenstiel. Steph: Aber wir werden es ja bald erfahren, wie diese Zahl zustande gekommen ist, denn der Neue verspricht ja vollständige Transparenz für die Zukunft. Chris: Ganz ehrlich? Es ist doch zum Heulen. Da labert der Altenburg großspurig was von der zweiten schwarzen Null in Serie und nun das. Steph: Glaub mir, der Banken-Schorsch hatte seine Gründe, als Kapitän von Bord zu gehen. Erstens hat er de facto nichts auf die Karre bekommen, zweitens ist er völlig frei von Visionen und drittens kann er offensichtlich nicht rechnen. Schlussendlich hat er dem Uli einen Haufen Scheiße hinterlassen und ihm den noch als lecker Schokopudding verkauft. Chris: Gut weggedrückt, Alter!

Das NETZ-DUELL auf TWEENER.de (Foto: TWEENER.de)

Das NETZ-DUELL – ein nicht immer bis ans Ende recherchierter Wortaustausch zweier Tennis-Enthusiasten. Wie bei jeder schnellen Rallye auch mal mit dem Rahmen getroffen, keinesfalls perfekt, aber frech, fröhlich, intuitiv und vor allem: immer ehrlich. Gern dürft ihr die NETZ-DUELLE bei Facebook oder Twitter teilen und nach Herzenslust kommentieren. Eure Meinung interessiert uns sehr, denn nur für euch gibt es ihn, den TWEENER! Greetz, Chris & Steph, kings of the net. In or out, spielt keine Rolle…

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Berdych, Tomas (GERRY WEBER OPEN_KET)

Auch Berdych kommt

HALLEWESTFALEN – Das Teilnehmerfeld der GERRY WEBER OPEN 2015 (13. bis 21. Juni) nimmt weiter Konturen an. Nach Rekordsieger Roger Fderer (Schweiz), dem Japaner Kei Nishikori und Davis-Cup-Finalist Gael Monfils (Frankreich) gab Turnierdirektor Ralf Weber am Freitag (19. Dezember) die Verpflichtung des tschechischen Weltranglisten-Siebten Tomas Berdych bekannt. Berdych (Foto: GWO) wird zum siebten Mal in HalleWestfalen aufschlagen. Der 29 Jahre alte Tscheche, der bereits zwölf ATP-Tour-Titel vorzuweisen hat, schließt die Tennis-Saison 2014 zum fünften Mal in Folge in den Top Ten ab. Mit seinen stattlichen 1,96 Meter ist Tomas Berdych einer größten Spieler auf der ATP World Tour und für seine präzisen und harten Aufschläge gefürchtet. Hinzu kommt sein schnelles über die Vorhand aufgezogene variables Spiel. All dies gibt dem Wahl-Monegassen weiteren Input und die zusätzliche Bestätigung, dass er seine unbestreitbar großen Talente und Fähigkeiten inzwischen längst in zählbare Resultate umwandeln kann. „Um dieses Level, diese Konstanz zu erreichen, habe ich eine gewisse Zeit gebraucht“, so Tomas Berdych, der inzwischen Stammgast beim Saisonfinale der besten acht Tennisprofis ist, zuletzt im November beim weltmeisterlichen Showdown in der Londoner 02-Arena.

Top-Ten-Spieler Federer, Nishikori, Berdych…

Nach Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer (ATP-Ranking 2) und Japans neuem Tennis-Superstar Kei Nishikori (ATP-Ranking 5) ist Tomas Berdych bereits der dritte Top-Ten-Profi, der beim 500er-Rasenevent in HalleWestfalen dabei sein wird. Insofern gibt es weltweit sicher nicht viele Turniere auf der ATP World Tour, die zu diesem frühen Zeitpunkt bereits die Teilnahme von der acht Profis vermelden können, die am ATP-World-Tour-Finale teilgenommen haben. „Während meiner Gespräche in London wurde mir von den Spielern bestätigt, dass Halle für sie eine wichtige Station in ihrem Kalender ist“, sagt Ralf Weber: „Die Heraufstufung der Gerry Weber Open, verbunden mit der verlängerten Rasensaison, ist nicht nur für uns ein zusätzlicher Imagegewinn, auch für die Spieler sind die Gerry Weber Open nach den French Open ein wichtiges Turnier.“

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Gerry Weber Open 2012

Eins von 13 ‘500ern’…

HALLEWESTFALEN – Tokio und Rio sind schon dabei. Auch Barcelona und Peking. Oder die Metropole Dubai. Und ab dem nächsten Jahr spielen auch die GERRY WEBER OPEN in der 500er Liga der ATP World Tour mit. Im Blickpunkt des Weltinteresses, verfolgt von vielen Millionen Menschen in über 110 Ländern weltweit. „22 Jahre nach unserem ersten Turnier im Jahr 1993 bricht eine neue Zeitrechnung an“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber, „und es ist ein großer Moment für uns, dass wir jetzt eine solch wichtige Position im Welttennis einnehmen können.“

Turnierdirektor Ralf Weber (Foto: Gerry Weber Open)

Der exklusive Status, direkt unterhalb der Masters-Wettbewerbe der ATP World Tour, bedeutet vor allem eins: Ein noch besseres Teilnehmerfeld, gesteigerte Aufmerksamkeit von Fans und Medien, höheres Vermarktungspotenzial für die GERRY WEBER OPEN, aber auch für den Hauptsponsor und Modekonzern, die GERRY WEBER International AG. Die Aufwertung des Turniers ist die Anerkennung einer Erfolgsgeschichte, die mit System und Strategie von der ersten Turnieridee an umgesetzt wurde. „Wir wollen auch weiterhin ehrgeizig und innovativ bleiben, denn Stillstand ist immer auch zugleich Rückschritt“, so Ralf Weber. Nur dreizehn Städte rund um den Globus sind in der 500er Serie der ATP World Tour zusammengeschlossen, Weltmetropolen und Traditionsstandorte gehören dazu. Rotterdam, Rio, Acapulco, Dubai, Barcelona, Hamburg, Washington, Peking, Tokio, Basel und Valencia bildeten bisher buchstäblich eine Elf der 500er-Wettbewerbe, ab 2015 kommen nun das Turnier im Londoner Queens Club und die GERRY WEBER OPEN in der 22.000 Einwohner zählenden Stadt HalleWestfalen vom 13. bis 21. Juni hinzu. Es ist nicht weniger als ein Ritterschlag auch für die Idee des 1993 neu konstituierten Turniers, denn so wurde in den letzten zwei Jahrzehnten dem Rasentennis zu einer Renaissance verholfen.

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Wimbledon 2014

Das NETZ-DUELL – Folge 17

Mission impossible…

Steph: Chris! Sag mal: Du bist doch ehemaliger Rollstuhltennis-Bundestrainer, oder? Chris: Das ist richtig. Was liegt an? Wobei kann ich dir helfen?! Steph: MIR zunächst einmal gar nicht. Aber dem DTB vielleicht. Chris: Au weia. Mission impossible. Steph: Damn. Das hab ich mir gedacht, dass du das sagen würdest. Chris: Ja, was hast du denn erwartet? Der Deutsche Tennis Bund lässt sich nicht helfen. Nicht mal beim Thema Behindertensport. Steph: Dabei wäre das offensichtlich gerade jetzt bitter nötig. Chris: Du spielst sicher auf das organisatorische Debakel bei den deutschen Meisterschaften in Biberach an. Die Art und Weise, wie die Faszination Rollstuhltennis dort präsentiert wurde, ist beschämend. Steph: Dazu würde ich gern deine Expertenmeinung hören, ja! Chris: Was soll ich dazu sagen?! Wenn Deutschlands Vorzeige-Rollstuhltennisspielerin, Sabine Ellerbrock, in der Öffentlichkeit rufschädigend lächerlich gemacht und komplett verarscht wird, wenn man zwei Meldungen bei den Damen ernsthaft als ‘Finale’ verkauft anstatt einen vernünftigen Showkampf zu organisieren, wenn man im Herrenfeld Meldungen Spielwillige zurückweist und noch dazu die bewährte Einsteigerklasse streicht, dann hat man wohl alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Steph: Aber DTB-Vize Bernd Greiner sprach im Nachgang von gelungener Integration und Württembergs Vize Rolf Schmid gar von Inklusion! Chris: Frei nach dem Motto: ‘Wir haben die Behinderten in der Spielpause mal auf den Platz gelassen.’ Erbärmlich! Eine Spielerin wie Sabine opfert alles, was sie hat, um auf der Tour erfolgreich zu sein und den DTB international erstklassig zu repräsentieren. Von Null auf Hundert hat sie sich zu zwei Grand-Slam-Erfolgen und bis auf Platz eins der Weltrangliste gespielt. Sie ist die personifizierte Professionalität. Sie besitzt Eigenschaften, die Teilen des Davis- oder Fed-Cup-Teams gänzlich fehlen. Zum Dank dafür, dass sie der Sache zuliebe gerade mal acht Wochen nach ihrem Zwischenstopp auf Intensiv, wo sie fast hopps gegangen wäre, unter widrigen Bedingungen nach Biberach reiste, wird sie dort in der Öffentlichkeit von Schmid und Co. der Lächerlichkeit preisgegeben. Das ist rufschädigend. Steph: DTB = Deprimierend, Tragisch, Beschämend. Chris: So könnte man das nennen. Steph: Sag mal, wer ist eigentlich dieser Ziegfeld? Chris: Matthias Ziegfeld? Berlin. Ressortleiter Rollstuhltennis. Mehr weiß ich nicht. Steph: Warte! Ich google ihn! …… Hier: Das Portrait von Matthias Ziegfeld bei Xing! …… Boah, lies mal: Er bietet Führungskompetenz, Organisationstalent, Auslandserfahrung, Selbständigkeit im Eventmanagement und Sportmarketing, spricht sieben Sprachen, besitzt pädagogisches Geschick, Begeisterungsfähigkeit, Kreativität, Flexibilität und Menschenkenntnis, versprüht als gebürtiger Berliner positiven Patriotismus, kennt sich aus in Projektmanagement, Kundenbetreuung sowie Verkauf und bezeichnet sich selbst als Optimist! Ein Top-Mann! Chris: Ja, aber hätte er in seiner 14-monatigen Amtszeit als DTB-Referent für das Rollstuhltennis auch nur ansatzweise etwas Konstruktives und Nachhaltiges in seinem Ressort bewegt, wäre uns beiden das aufgefallen und du hättest mich sicher nicht gefragt, wer das ist! Steph: Hm. Korrekt. Warum ist er dann Ressortleiter Rollstuhltennis? Chris: Warum ist Ulrich Klaus Präsident des Deutschen Tennis Bundes? Steph: Gut weggedrückt, Alter!

Das NETZ-DUELL auf TWEENER.de (Foto: TWEENER.de)

Das NETZ-DUELL – ein nicht immer bis ans Ende recherchierter Wortaustausch zweier Tennis-Enthusiasten. Wie bei jeder schnellen Rallye auch mal mit dem Rahmen getroffen, keinesfalls perfekt, aber frech, fröhlich, intuitiv und vor allem: immer ehrlich. Gern dürft ihr die NETZ-DUELLE bei Facebook oder Twitter teilen und nach Herzenslust kommentieren. Eure Meinung interessiert uns sehr, denn nur für euch gibt es ihn, den TWEENER! Greetz, Chris & Steph, kings of the net. In or out, spielt keine Rolle…

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Wimbledon 2011

Elternratgeber – Teil 7

“Extrem-Skifahren, Canyoning, Skydiving, Bungee-Jumping und vieles mehr. Die Menschen werden auf der Suche nach dem ultimativen Kick immer ausgefallener! Dabei haben wir den ultimativen Kick direkt vor unser Nase: Ich finde keine Aufgabe herausfordernder, als unsere Kinder für die Welt, die sie da draußen erwartet, fit zu machen! Sollte euer Kind dabei auch noch Tennisspielen wollen, dann wünsche ich euch richtig viel Spaß!!!”

Stephan Medem (Foto: TWEENER.de)

Stephan Medem, Ex-Tennisprofi, Proficoach und Mentalexperte

Stephan Medem hat in seiner Zeit als Lehrer, Spieler, Trainer, Coach und Autor viel gesehen und erlebt. Im ultimativen ‘Elternratgeber‘, der neuen TWEENER-Serie, will er den so genannten ‘Tenniseltern‘ den richtigen Umgang mit den Kids aufzeigen, bzw. Denkanstöße vermitteln. Übrigens: Unser Mentalexperte steht auch auch über diesen Beitrag hinaus Rede und Antwort. Zögert deshalb nicht, ihn unter steph@tweener.de zu kontaktieren.


HEUTE: The Coach, part one: Zehn Gebote…

Liebe Tenniseltern! „Nun, immerhin vertraue ich diesem Menschen mein Kind an!“ So einfach hat es neulich eine mit mir befreundete Tennismutter auf den Punkt gebracht. „Natürlich will ich, dass mein Sohn saubere Schläge lernt und erfolgreich in seiner Altersklasse spielt. Aber genauso wichtig ist mir, dass er etwas für sein Leben mitnimmt! Sport soll doch auch den Charakter eines Menschen positiv beeinflussen!“ Nun, da habe ich dann doch ein bisschen zu Grübeln angefangen! Habe mal ein bisschen nach links und ein bisschen nach rechts geschaut: Mir einige der Trainerkollegen, ob nun beim Verband oder in der ‘großen Tennisschule im großen Verein’ vor mein inneres Auge gezogen und mir dabei gedacht: „Au Backe, da sind doch einige Jungs am Start, die noch eine Menge lernen müssen…!“ Ich für meinen teil verfüge über mehr als 35 Jahre Erfahrung als Trainer/Coach/Mentor und schreibe einfach einmal ein paar meiner ‘Gebote’ auf, welche euch Eltern oder vielleicht auch meinen jüngeren Kollegen als Checkliste dienen könnten. Damit die Sache eine minimale Gliederung bekommt, möchte ich in diesem ersten Teil zum Thema ‘Persönlichkeit’ Stellung beziehen. Denn: Wer einen Charakter formen will, muss Charakter haben!

1. Prioritäten: Was ist wichtiger?  Die Selbstdarstellung, das eigene Ego und der eigene Profit – oder DER TENNISSCHÜLER und dessen  Bedürfnisse? +++ 2. Engagement: Verfügbarkeit – auch über die bezahlte Trainerstunde hinaus? +++ 3. Selbstvertrauen/Größe: Müssen Kollegen runter gemacht werden, um die eigenen Vorzüge heraus zu stellen? +++ 4. Integrität/Vertrauen: Wird freizügig über die Problemchen anderer Schüler/Eltern getratscht oder herrscht Arztgeheimnis? +++ 5. Balance: Nur reden oder auch zuhören? +++ 6. Toleranz: Jeder Mensch macht Fehler! Wird konstruktiv mit Fehlern umgegangen? Werden eigene Fehler auch einmal zugegeben? +++ 7. Professionalität: Äußerliches Erscheinungsbild,   Auftritt, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Organisation? +++ 8. Vorbildfunktion: Wird Sport, Fitness und gesunder Life-Style nur gepredigt oder auch wirklich vorgelebt? +++ 9. Bildung: Nur Tenniswissen oder auch Lebens-Lerninhalte, welche über den Tellerrand Tennis hinaus gehen? +++ 10. Grundeinstellung: Positiv, (selbst-)humorvoll, einfühlsam, dankbar, geduldig, lebens- und leistungsbejahend? Tenniscoach als Beruf oder als Berufung?

Bei jedem Kind, welches wir als Trainer betreuen, beeinflussen wir auch ein kleines bisschen Zukunft mit. Da sollten wir alles dafür geben, diese Aufgabe mit einem Maximum an Herz, Wissen und Gewissen anzugehen. Das ist unsere verdammte Pflicht als Coach!


Haben euch diese Tipps von Stephan Medem gefallen? Dann schreibt uns unter steph@tweener.de und gebt uns Feedback. Freut euch auf die Fortsetzung dieser Serie! Und nicht vergessen: Durch unser Vorleben und nicht etwa durch kluge Reden prägen wir die sportliche und menschliche Entwicklung der Kinder!

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spin_revolution

(Top)Spin Revolution

HÜRTHWillst du eine Topspin-Vorhand wie Rafael Nadal schlagen? Die Vorhand des Spaniers bringt einen Tennisball auf bis zu 4.900 Umdrehungen pro Minute, im Durchschnitt schlägt Rafa die Bälle mit 3.200 Umdrehungen pro Minute. Im Vergleich kommen die Bälle von Roger Federer auf durchschnittlich 2.700 Umdrehungen, während Sampras ‘nur’ 1.700 schafft. Die Topspin-Schläge von Nadal erreichen auf dem Hard-Court eine Sprunghöhe von ca. 85 cm und auf dem Sandplatz ca. 162 cm. Das bald erhältliche Topspin Racket Culex S3S wird dich vielleicht nicht in die Lage versetzen, an Rafas Spin heran zu kommen, aber Topspin verspricht den bestmöglichen Spin gemäß deiner Möglichkeiten

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Rollievent eine Farce

BIBERACH – Es war ein netter Versuch, den Behindertensport im Rahmen der Deutschen Tennismeisterschaften in den Fokus der Öffentlichkeit zu schieben. Vielleicht war es seitens des Deutschen Tennis Bundes (DTB) aber auch nur der ‘gefühlte Druck’, so etwas mal machen zu müssen, nachdem das Ressort Rollstuhl-Tennis im größten Tennisverband der Welt bislang doch mehr als stiefmütterlich behandelt wurde. DTB-Vize Bernd Greiner sprach von ‘gelungener Integration’, Württembergs Vizepräsident und Verbandssportwart Rolf Schmid gar von ‘Inklusion’.

Sabine Ellerbrock (Foto: Hasenkopf)

Von Integration oder gar Inklusion weit entfernt

Unterm Strich aber wurde Rollstuhltennis lächerlich gemacht. Ein kaum nennenswertes 8er-Feld bei den Herren und ganze zwei Meldungen bei den Damen sind ein Schlag ins Gesicht für die das Jahr über international starken Leistungen der beiden Top-Ten-Spielerinnen Sabine Ellerbrock (Bielefeld/Foto: Hasenkopf) und Katharina Krüger (Berlin). Lediglich den vier Finalisten im Damen- und Herren-Einzel ermöglichte man die Teilnahme am ‘großen Ganzen in Biberach’, die wenigen Vorrundenspiele wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit 180 Kilometer entfernt ausgetragen. Da passte es ins Bild, dass Deutschlands beste Rollstuhl-Tennisspielerin aller Zeiten, Sabine Ellerbrock, ihr ‘Finale’ gegen die Berlinerin Katharina Krüger nach nur 25 Minuten aufgrund gesundheitlicher Probleme abbrechen musste und sich vom DTB und dessen Turnierleitung um Rolf Schmid schlichtweg verschaukelt fühlte. Die zweifache Grand-Slam-Siegerin und ehemalige Weltranglistenerste meldete sich im Nachgang dieses höchst zweifelhaften Versuchs der Integration zu Wort: “Es war von vornherein klar, dass ich nur unter für mich sehr ungünstigen Bedingungen anreisen und spielen konnte, weil eine Anreise nicht vor Samstag möglich war. Aufgrund der Bitte des Veranstalters erklärte ich mich schließlich dennoch bereit zu kommen, aber nur unter der Voraussetzung, mich auch vernünftig vor Ort vorbereiten zu können.” Für Ellerbrock hatte das Match gegen Krüger auch keinen DM-Charakter. Zwei Spielerinnen im direkten Duell den nationalen Meistertitel ausspielen zu lassen, hat nicht nur für die Bielefelderin keinen sportlichen Nährwert. Nun aber zum eigentlichen Eklat: Ganze 30 Minuten nach der Ankunft in Biberach musste Ellerbrock zu ihrem Match antreten.

Zweifache Grand-Slam-Siegerin lächerlich gemacht

“Ich war kaum angekommen, bekam keine vernünftige Mahlzeit und konnte mich nicht professionell einspielen – das hat mich doch alles mehr als überrascht.” Den Zuschauern gegenüber wurde die Situation nicht transparent gemacht. Mit Rücksicht auf die eigene Gesundheit brach die Westfälin das Match schließlich ab. “Ich finde es löblich, dass versucht wird, uns Rollstuhlfahrer in derartige Turniere einzubinden, aber was macht es für einen Sinn, wenn man Situationen wie gestern schafft, wo es uns unmöglich gemacht wird, unser wahres Leistungspotential abzurufen?!” Für die French-Open- und Australian-Open-Siegerin steht definitiv fest: “Ich werde eine derartige Aktion nicht noch einmal mitmachen. Ich bekomme für so etwas keinen Cent, es geht mir um den Sport und den Spaß daran, den ich aber unter solchen Bedingungen nicht habe.” Sabine Ellerbrock ließ sich überreden und stellte sich entgegen jeder Vernunft wie immer in den Dienst der Sache, wollte Rollstuhl-Tennis wie schon so oft professionell und uneigennützig promoten. Ein Engagement, das im Biberacher Krankenhaus endete.

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