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Tennis - Wimbledon 2015 - Grand Slam ITF / ATP / WTA -  AELTC - London -  - Great Britain  - 29 June 2015.

DAILY NEWS // 07.07.2015

NACHSITZEN – Der topgesetzte Serbe Novak Djokovic muss im Achtelfinale von Wimbledon (Fotos: Hasenkopf) nachsitzen. Gegen den Südafrikaner Kevin Anderson muss die Nummer eins der Welt heute in den fünften Satz. Die ersten beiden Durchgänge gingen jeweils im Tiebreak an den Herausforderer, dann diktierte ‚Nole‘ das Match mit 6:1, 6:4. Heute also die Fortsetzung – Ausgang offen. Lokalmatador Andy Murray setzte sich in vier engen Sätzen gegen das kroatische Aufschlagwunder Ivo Karlovic durch. Überraschend weiter ist der Kanadier Vasek Pospisil, der sich gegen Brown-Bezwinger Viktor Troicki aus Serbien behaupten konnte. Überhaupt keine Probleme hatte der Schweizer Roger Federer in seiner Achtelfinalpartie gegen den Spanier Roberto Bautista-Agut.

Hier das Achtelfinale der Herren im Überblick:

Novak Djokovic (SRB) – Kevin Anderson (RSA) 6:7, 6:7, 6:1, 6:4*
Marin Cilic (CRO) – Denis Kudla (USA) 6:4, 4:6, 6:3, 7:5
Stan Wawrinka (SUI) – David Goffin (BEL) 7:6, 7:6, 6:4
Richard Gasquet (FRA) – Nick Kyrgios (AUS) 7:5, 6:1, 6:7, 7:6
Vasek Pospisil (CAN) – Viktor Troicki (SRB) 4:6, 6:7, 6:4, 6:3, 6:3
Andy Murray (GBR) – Ivo Karlovic (CRO)7:6, 6:4, 5:7, 6:4
Gilles Simon (FRA) – Tomas Berdych (CZE) 6:3, 6:3, 6:2
Roger Federer (SUI) – Roberto Bautista-Agut (ESP) 6:2, 6:2, 6:3

* Spielabbruch wegen Dunkelheit nach 3 Stunden und 3 Minuten


DEUTSCHE DOPPEL-HOFFNUNGEN – Philipp Petzschner und Anna-Lena Grönefeld halten in Wimbledon die deutsche Fahne hoch: Der 31- Jährige Pulheimer, der sich 2010 gemeinsam mit dem Österreicher Jürgen Melzer in die Siegerliste eintragen konnte, hat sich an der Seite von Jonathan Erlich aus Israel bis ins Viertelfinale an der Church Road gespielt. Dort treffen die beiden nun auf den Gewinner der Partie Jonathan Marray (GBR) und Frederik Nielsen (DEN) gegen Ivan Dodig (CRO) und Marcelo Melo (BRA). Im Damendoppel ist mit Anna-Lena Grönefeld noch eine Deutsche im Rennen. Die Nordhornerin spielt am Montag mit Coco Vandeweghe (USA) gegen die an Nummer sieben gesetzten Su-Wie Hsieh (TPE) und Flavia Penetta (ITA) um den Sprung unter die besten Acht.

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Wimbledon – Achtelfinale

Wimbledon, Herren-Einzel – Achtelfinale:

Novak Djokovic (SRB) – Kevin Anderson (RSA) 6:7, 6:7, 6:1, 6:4*
Marin Cilic (CRO) – Denis Kudla (USA) 6:4, 4:6, 6:3, 7:5
Stan Wawrinka (SUI) – David Goffin (BEL) 7:6, 7:6, 6:4
Richard Gasquet (FRA) – Nick Kyrgios (AUS) 7:5, 6:1, 6:7, 7:6
Vasek Pospisil (CAN) – Viktor Troicki (SRB) 4:6, 6:7, 6:4, 6:3, 6:3
Andy Murray (GBR) – Ivo Karlovic (CRO)7:6, 6:4, 5:7, 6:4
Gilles Simon (FRA) – Tomas Berdych (CZE) 6:3, 6:3, 6:2
Roger Federer (SUI) – Roberto Bautista-Agut (ESP) 6:2, 6:2, 6:3

* Spielabbruch wegen Dunkelheit nach 3 Stunden und 3 Minuten


Wimbledon, Damen-Einzel – Achtelfinale:

Serena Williams (USA) – Venus Williams (USA) 6:4, 6:3
Victoria Azarenka (BLR) – Belinda Bencic (SUI) 6:2, 6:3
Maria Sharapova (RUS) – Zarina Diyas (KAZ) 6:4, 6:4
Coco Vandeweghe (USA) – Lucie Safarova (CZE) 7:6, 7:6
Garbine Muguruza (ESP) – Caroline Wozniacki (DEN) 6:4, 6:4
Timea Baszinsky (SUI) – Monica Niculescu (ROU) 1:6, 7:5, 6:2
Madison Keys (USA) – Olga Govortsova (BLR) 3:6, 6:4, 6:1
Agnieszka Radwanska (POL) – Jelena Jankovic (SRB) 7:5, 6:4

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Sonntag, 7. Juli 1985

ZEITGESCHICHTE – „Spiel, Satz und Sieg, Boris Becker“ – mit einem 6:3, 6:7, 7:6, 6:4 gegen den Südafrikaner Kevin Curren gewann der 17-jährige Leimener (Fotos: Hasenkopf) am 7. Juli 1985 zum ersten Mal das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon. 30 Jahre später ist er noch immer der jüngste Sieger an der Church Road und eine Legende seines Sports.

Mit diesem Match begann für den Deutschen Tennis Bund (DTB) eine neue Zeitrechnung: Deutschland wurde eine Tennisnation. „Das war die Initialzündung für den Tennissport in unserem Land. Ich selbst war damals ein glühender Fan von Boris und habe seine Spiele am Fernseher bis tief in die Nacht verfolgt. Seine engagierte und emotionale Spielweise hat mich fasziniert. Boris Becker hat mit seinem Charisma alle in seinen Bann gezogen“, erinnert sich DTB-Präsident Ulrich Klaus.

Rund 1,6 Millionen Mitglieder zählte der Dachverband 1985. Mit der Ära der Ausnahmeprofis Boris Becker, Steffi Graf und Michael Stich gab es einen bis dahin unvorstellbaren Aufschwung, 1994 hatte der größte Tennisverband der Welt bereits 2,2 Millionen Mitglieder. Tennis war so populär, dass es phasenweise dem Fußball Konkurrenz machen konnte. Ulrich Klaus: „In der heutigen Zeit ist so ein ‚Boom‘ in einer einzelnen Sportart kaum mehr vorstellbar.“ Heute ist der DTB mit 1,45 Millionen Mitgliedern der drittgrößte deutsche Fachsportverband und muss sich neuen Herausforderungen stellen. „Wir leben heute in einer anderen Welt als 1985. Neben der demographischen Entwicklung haben sich auch die Lebensgewohnheiten der Menschen stark gewandelt. Jeder kann heute alles genau dann tun, wann und wo er es will – ob einen Film schauen oder eben Sport treiben“, sagt der DTB-Präsident. „Es ist unsere Aufgabe, Tennis an diese veränderten Gegebenheiten anzupassen. Auch wenn Tennis ein Einzelsport ist, geht es im Verein um Gemeinschaft und Miteinander. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl wird die Basis für eine erfolgreiche Zukunft sein. Wir müssen uns weiter darum bemühen, den Tennissport mit all seinen Facetten wieder offensiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Daran arbeiten wir mit unseren Spitzenspielerinnen und -spielern sowie mit den Landesverbänden und unseren Partnern. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird“, so Ulrich Klaus.

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