Hirt jüngste Westfalenmeisterin

WERNE – (Hofmedia) Damen, Herren, Seniorinnen und Senioren haben in diesem Jahr ihre Westfalenmeisterschaften gemeinsam an einem Termin ausgetragen, neun Tage dauerte diese Mammutveranstaltung, am Sonntag des zweiten Turnierwochenendes wurden dann in der  SportAlm des TC Blau-Weiß Werne 13 Titel vergeben. “Das war schon ein richtiges Großevent, das man erst einmal stemmen muss. Mein Dank gilt hier der Turnierleitung, dem gesamten Team in der SportAlm sowie den Schiedsrichtern. Wir werden nun im Nachhinein alles analysieren und dann entscheiden, ob wir das Ganze im kommenden Jahr so wiederholen”, erklärte WTV-Präsident Robert Hampe im Rahmen der Siegerehrung.

Pauline Hirt siegt bei den Damen

Bei den Damen löste die erst 15-jährige Pauline Hirt (Fotos: TWEENER.de/Hofmedia) Linda Puppendahl (beide TC Deuten) als jüngste Turniersiegerin ab. Im vergangenen Jahr war Hirt Puppendahl noch im Endspiel unterlegen, in diesem Jahr schaffte sie erneut den Sprung ins Endspiel und bezwang dort die topgesetzte Franziska Kommer (TC Blau-Weiss Halle) mit 6:2, 7:5. Am Samstag hatte Hirt in einer Neuauflage des Vorjahresfinales ihre Teamkollegin Linda Puppendahl etwas überraschend mit 6:2, 6:3 besiegt, dann im Halbfinale mit Deborah Muratovic eine weitere Mannschaftskollegin mit 6:0, 6:4 in die Schranken gewiesen und war damit ohne Satzverlust ins Endspiel eingezogen. Und auch dort behielt sie ihre »weiße Weste«. Ihre Endspielgegnerin Franziska Kommer hatte bis zum Halbfinale überhaupt keine Mühe im Turnier gehabt, hatte dann aber gegen die an drei gesetzte Manon Kruse (TC Union Münster) beim 3:6, 6:2, 6:3 über die volle Distanz gehen müssen und fand dann im Endspiel in Hirt ihre Meisterin.

Johann Willems Titelträger bei den Herren

Wie Hirt konnte bei den Herren mit Johann Willems (Tennispark Versmold/Foto: Hofmedia) einen Premierensieg feiern. Der für Versmold aufschlagene Leverkusener siegte wie Hirt ohne Satzverlust, im Endspiel ließ er dem an vier gesetzten Jordi Walder (TC Iserlohn) beim 6:1, 6:4 keine Chance. Den Frust darüber ließ der Iserlohner zwischenzeitlich an einer Zuschauerbank aus – genutzt hat dieser Wutausbruch nicht viel, Willems zog seinen Stiefel durch, auch wenn der zweite Satz deutlich enger war als der erste, aber ein Break reichte Willems letzten Endes. Im Halbfinale hatte Willems Qualifikant David-Chaplefeh Forchap (TC Blau-Weiss Harpen) mit 6:4, 6:4 besiegt, Walder hatte gegen den an zwei gesetzten Christopher Koderisch (TC Blau-Weiss Halle) mit 6:2, 2:1 geführt, als dieser aufgeben musste.

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Christoph Kellermann kennt den Tennissport aus dem Eff-Eff. Seit 1980 ist er am Ball. Zunächst als Spieler, dann als Coach. Seit vielen Jahren ist er als Mitglied des Verbandes Deutscher Sportjournalisten redaktionell aktiv. 1990 gründete er den heutigen »TWNR«, ehemals »Tennisredaktion.de«...