Weber sichert sich NextGen-Star

HALLEWESTFALEN – (GWO-Presseaussendung) Sein Stern am Tennishimmel ging in den letzten Monaten strahlend auf – zunächst als Champion beim »NextGen«-Finale der ATP World Tour im italienischen Mailand. Und dann als stolzer Halbfinalist bei den Australian Open in Melbourne. Nun steht fest: Hyeon Chung (Foto: Hasenkopf), der junge Südkoreaner mit der markanten Sportbrille, wird erstmals bei den GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen aufschlagen. „Wir freuen uns, dass wir einen der künftigen Topstars der Tour an uns binden konnten“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber, denn „Hyeon hat mit seinem attraktiven Spiel Millionen von Fans in aller Welt gewonnen. Er wird sicher eine Rolle beim Kampf um die Titelvergabe spielen.“ Der 21-jährige Newcomer (ATP-Weltrangliste 23) hat zunächst einen Vertrag für die Turnierjahre 2018 und 2019 unterschrieben. Die 26. Turnierauflage des ATP 500er-Rasenevents im GERRY WEBER STADION findet vom 16. bis 24. Juni 2018 statt.

Mit von der Partie wird bei Deutschlands bedeutendstem und hochkarätig besetztem ATP-Wettbewerb auch Philipp Kohlschreiber (ATP 31/Foto: Hasenkopf) sein – einer der erfahrensten Spieler der GERRY WEBER OPEN-Geschichte. Der Augsburger wird 2018 zum 14. Mal in den Kampf um den Siegerpokal im ostwestfälischen Halle gehen, denn „das Turnier zählt schon traditionell zu meinen Lieblingsschauplätzen im jährlichen Turnierkalender“, so der 34-Jährige. „Halle ist eine echte »Wohlfühloase« für mich. Hier habe ich immer gutes Tennis gespielt“, sagt Kohlschreiber weiter. Der Routinier gewann 2011 das Finale gegen Landsmann Philipp Petzschner, zudem stand er 2008 im Endspiel gegen Roger Federer und erreichte zwei weitere Male das Halbfinale. Voriges Jahr, beim Silberjubiläum der GERRY WEBER OPEN, schied er im deutschen Achtelfinal-Duell gegen Alexander Zverev (Foto: Hasenkopf) aus.

Apropos »Sascha« Zverev: Den deutschen Top-Mann schaltete GERRY WEBER OPEN-Debütant Hyeon Chung im Januar sensationell bei den Australian Open aus – auf dem Weg zu seinem bisher größten Turnier-Coup, dem Vorstoß in die Runde der letzten Vier bei einem Grand Slam-Turnier. Dem Drittrunden-Favoritensturz von Zverev ließ Chung dann gleich den nächsten Paukenschlag folgen, mit dem Achtelfinal-Coup gegen Novak Djokovic. Erst gegen GERRY WEBER OPEN-Rekordsieger Roger Federer war im Halbfinale Endstation für Chung, der die Partie im zweiten Satz verletzt aufgeben musste. „Ich freue mich auf meinen ersten Start in Halle. Bei einem Turnier, über das ich schon viel Gutes von meinen Kollegen gehört habe“, sagt ATP-Junioren-Weltmeister Chung, einer der einprägsamsten Spieler der jüngsten Zeit im internationalen Herrentennis.

Chung und Kohlschreiber treffen bei den 26. GERRY WEBER OPEN auf starke Konkurrenz: Allein drei Top Ten-Spieler gehen bei dem deutschen Vorzeigeturnier an den Start. Neben »Maestro« Roger Federer, dem aktuellen Weltranglisten-Ersten und neunmaligen Haller Rekord-Gewinner, werden dann im Juni unter anderem Alexander Zverev (ATP 5), Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem (ATP 7) und der wieder auf die Tour zurückgekehrte Japaner Kei Nishikori (ATP 33) in der Lindenstadt aufschlagen. Nachwuchsmann Chung wird bei diesem Turnier auch auf vertraute Gesichter aus der »NextGen«-Gruppe treffen, auf das russische Spitzentalent Andrey Rublev (ATP 34) und den Kroaten Borna Coric (ATP 36).

Chung gegen Rublev (Foto: TWEENER.de) – so lautete im Übrigen die Endspielpaarung in Mailand, bei der »NextGen«-Weltmeisterschaft der ATP World Tour. Ob es eine Wiederholung bei den diesjährigen GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen geben wird, ist ungewiss. „Wir lassen uns überraschen“, sagt Turnierchef Ralf Weber, „da wir auch in diesem Jahr wieder ein außerordentlich starkes Teilnehmerfeld um Titelverteidiger Roger Federer zu erwarten haben.“

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Christoph Kellermann kennt den Tennissport aus dem Eff-Eff. Seit 1980 ist er am Ball. Zunächst als Spieler, dann als Coach. Seit vielen Jahren ist er als Mitglied des Verbandes Deutscher Sportjournalisten redaktionell aktiv. 1990 gründete er den heutigen »TWNR«, ehemals »Tennisredaktion.de«...