WTV-Young-Generation-Award

KAMEN – (Frank Hofen) „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ Dieses Zitat stammt nicht aus dem Jahr 2018, sondern von Sokrates (470-399 v.Chr.). Auf die junge Generation wird also schon seit Jahrtausenden geschimpft und auch heutzutage wird oft bemängelt, dass sich Jugendliche nicht mehr genug engagieren. Dass es auch anders geht, zeigen die Sieger und Platzierten des zweiten Young Generation Awards des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV), die am vergangenen Samstag (14. April) beim vom Verband durchgeführten Tennis-Vorstandsturnieres für Vereine in Kamen geehrt wurden. Mit dem Young Generation Award will der Tennisverband besonders junge Menschen im Ehrenamt fördern und auszeichnen, die durch ihr Vereinsengagement den Tennissport nach vorne bringen wollen. Insgesamt gab es bei der zweiten Auflage neun Bewerbungen, etwas weniger als bei der Premiere im vergangenen Jahr, aber „die Qualität war durchweg sehr gut“, so WTV-Jugendbildungsreferent Torsten Vogel. Bei den insgesamt eingereichten guten Bewerbungen war es für die Jury, bestehend aus der Verbands-Vizepräsidentin für Jugendsport und Jugendbildung, Christiane Pollmeier, Lisa Stade, Gesa Schneider (beide Ausschuss für Jugendsport und Jugendbildung) und Torsten Vogel, nicht einfach, sich auf einen Sieger festzulegen.

SV Heepen überzeugte die Jury

Letztlich überzeugte der SV Heepen aus Bielefeld mit seiner großen Vielfalt an Aktionen, die ein 15-köpfiges sogenanntes »J-Team« zwischen 15 und 26 Jahren regelmäßig auf die Beine stellt. Dies sind unter anderem das Kibaz (Kinderbewegungsabzeichen), Deutschland spielt Tennis, das Sommercamp oder auch die Organisation der Heeper Junior Open und haben somit im Verein in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Fünf Teammitglieder waren bei der Verleihung zugegen, um den Award in Empfang zu nehmen. Für die Heepener Jugendabteilung gab es Schecks über insgesamt 500 Euro für den ersten Platz, 250 Euro für Vereinsprojekte sowie 250, Euro für eine Teambuilding-Maßnahme, damit auch künftig so gut weiter gearbeitet werden kann. Auf den zweiten Platz kam der TC Gehrden, dessen Engagement mit 250 Euro für Vereinsprojekte honoriert wurde und den dritten Platz teilen sich der TuS Bruchhausen sowie das Gemeinschafts-Projekt des VSV Teutonia Silixen/TC Stemmen. Sie erhielten jeweils 125 Euro für ihre Projekte. „Wir sind durchaus zufrieden mit den Bewerbungen. Die einzelnen Bewerber haben viel erreicht in ihren Vereinen und das ist es, was zählt. Wir hoffen natürlich auf viele Nachahmer in den kommenden Jahren“, so Vizepräsidentin Christiane Pollmeiers Fazit, denn auch in den nächsten Jahren wird der Young Generation Award vergeben.

Über Christoph Kellermann 1603 Artikel
Christoph Kellermann kennt den Tennissport aus dem Eff-Eff. Seit 1980 ist er am Ball. Zunächst als Spieler, dann als Coach. Seit vielen Jahren ist er als Mitglied des Verbandes Deutscher Sportjournalisten redaktionell aktiv. 1990 gründete er den heutigen »TWNR«, ehemals »Tennisredaktion.de«...